Längst ist der Kulturwandel nicht mehr nur der letzte Ausweg, wenn Sand im Unternehmensgetriebe ist, es hakt und ruckelt und die bisherigen Strategien nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Nicht mehr die letzte bittere Pille im Medikamentenschrank, wenn Zahlen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und Produktivität und Innovationskraft den gefühlten „Tiefstpunkt“ erreicht haben.

Inzwischen ist der Kulturwandel immer öfter ein proaktiver, beherzter, großer Laufschritt nach vorne – Richtung Zukunft. Anlauf nehmen Unternehmensinhaber, CEOs und Manager meist dann, wenn sie den großen Einfluss realisieren, den das rasant fortschreitende Dreigespann aus Digitalisierung, Globalisierung und Generationenwandel auf die Aufgabenstellungen, die Zusammenarbeit und die Menschen in ihrem Unternehmen haben. Denn nur wenn alle es schaffen, sich auf diese veränderten Rahmenbedingungen einzustellen, sind Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität und Unternehmenserfolg langfristig garantiert.

Und wie schafft man es nun, dass die oben genannten Mammuthürden den Erfolg ausbremsen? Den Führungspersönlichkeiten, die mit offenen Augen und Ohren durch ihr Unternehmen gehen, liegt die Antwort früher oder später klar auf der Hand: indem man diese Hürden zur Seite räumt und sie zu Leitplanken macht, die neben vielen anderen Plankenelementen dafür sorgen, dass man nicht von der Laufstrecke abkommt. Aber das schafft natürlich keiner alleine. Die gewohnte Wettbewerbskultur funktioniert in einer Welt von nie dagewesener Komplexität nicht mehr. Höher, schneller, weiter kommen dort langfristig auch die Kraftpakte nicht, die sich bisher mit spitzen Ellbogen am Konkurrenten vorbeidrängelten und so letztlich die Lorbeeren einfuhren. Doch Hürden zu Leitplanken machen – das schafft man nur gemeinsam. „Kooperation“ ist das Wort der Stunde. Und genau dann ist die neue Mission geboren: der Wandel von einer Wettbewerbskultur zur Kooperationskultur.

Sinnvollerweise ist das zugleich die Geburtsstunde eines weiteren, untrennbaren Dreiergespanns. Das aus Unternehmensleitung, Personalmanagern und Kommunikationsverantwortlichen.

Mehr über die Ziele und Aufgaben der Kommunikationsverantwortlichen beim Kulturwandel im gleichnamigen Blog-Beitrag des Online-Magazins Zielbar, für das kommstoff jüngst als Gastautorin aktiv war.